Wie Sie die Bewerberqualität steigern und vermeiden, dass Bewerber in letzter Minute abspringen

Viele Bewerber/innen merken erst während des Bewerbungsprozesses, dass das Unternehmen doch nicht zu Ihnen passt und entscheiden sich gegen einen Einstieg. Wer ein Angebot bekommt, wird dieses höchstwahrscheinlich ablehnen, egal wie hoch das Gehalt ist (Abgesehen von geldgierigen Karriere-Junkies). Aber seien wir mal ehrlich: Wer möchte jemanden beschäftigen, der eigentlich gar keine Lust auf den Job hat und nur wegen des guten Gehalts einsteigt oder weil es gerade kein besseres Angebot gibt? Wie kommen Sie also an Kandidaten, die wirklich Interesse an Ihrem Unternehmen haben?

Jeder Bewerber hat andere Interessen

Das Problem ist, die meisten Bewerber/innen lassen es sich nicht anmerken, dass Sie nicht bei Ihnen anfangen wollen. Gründe für das Desinteresse müssen gar nicht in dem Unternehmen liegen, jeder hat andere Vorstellung, was seinen Arbeitgeber angeht. So steht für einige die Karriere im Fokus, für andere eine gute Work-Life-Balance oder der Umgang zwischen den Kollegen. „Erstmal möglichst viele Angebote sammeln, um sich dann für das Beste zu entscheiden“, ist die Devise der meisten Bewerber/innen. Das Durchlaufen des Bewerbungsprozesses kostet Sie jedoch an: Anreisekosten, Personalaufwand, Assessment-Center, Administrativer Aufwand, etc.

Es wäre doch besser, wenn sich dieser Aufwand lohnen würde und Sie einen Kandidaten finden, der zu Ihnen passt und langfristig bei Ihrem Unternehmen arbeiten möchte. Ein zielgerichteter Weg ist,  Kandidaten schon vor der Bewerbung einen Einblick ins Unternehmen zu gewähren. Doch wie setzt man das erfolgreich um?

So macht es KPMG

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG setzt das wie folgt um: Wer Interesse an dem Unternehmen hat, kann sich online für eine geschlossene Plattform registrieren, um KPMG besser kennenzulernen. Mit Erfahrungsberichten, Informationen zur Unternehmenskultur oder Work-Life-Balance, Forendiskussionen und Bildern bekommen die Kandidaten einen Einblick hinter die Kulissen. Wer jetzt Interesse an einem Einstieg hat, kann sich in der Plattform schnell und unkompliziert bewerben. Wichtig ist jetzt eine schnelle Reaktion auf die Bewerbung, bevor der Kandidat sich für ein anderes Angebot entscheidet.

Die Bewerberqualität steigern

Mit diesem Ansatz kann die Qualität der Bewerber/innen deutlich verbessert werden, da die Kandidaten durch das erhöhte Interesse besser zum Unternehmen passen. Im späteren Bewerbungsprozess sitzt man keiner fremden Person mehr gegenüber, sondern hat sich zuvor schon kennengelernt. Wer sich möglichst früh mit dem Unternehmen identifizieren kann, fühlt sich nicht nur wohler, sondern wird nach einem Einstieg auch bessere Ergebnisse erzielen. Als logische Folge verringert sich langfristig die Fluktuation. Unterm Strich bekommt man also bessere Bewerber/innen – die Bewerberqualität steigt.

 

Lesen Sie auch, wie Sie es durch talentorientiertes Aktive Sourcing schaffen, Ihre Bewerberqualität zu steigern und Absprünge zu verhindern! 

Dieser Beitrag wurde verfasst von Tim Wösthoff