Candidate Relationship Management & Engagement bei KPMG, Bosch und Embrace

Auf dem World Talent Forum in München sind Personaler zusammengekommen, um sich über aktuelle Trends und Strategien auszutauschen. In diesem Blogbeitrag werden die Vorträge aus dem Themengebiet „Candidate Relationship Management & Engagement“ zusammengefasst. Referenten von KPMG und Bosch haben gezeigt, wie hoch die Bedeutung von Talent Relationship Software in ihrem Unternehmen ist. Embrace präsentierte interessante Zahlen in Bezug auf die Ansprache von Schülern und wie Unternehmen diese am besten ansprechen. Der Vortrag von Bosch kann demnächst als Video hier kostenlos angefordert werden. Bis dahin können Sie über unsere Facebook-Seite informiert bleiben.

Roman Dykta

Roman Dykta (Head of Employer Branding & HR bei KPMG)

Roman Dykta erläuterte in seinem Vortrag warum die Implementierung einer Candidate Relationship Management Software (CRM) notwendig war und wie das System bei KPMG funktioniert. Während es früher relativ einfach war geeignete Kandidaten zu finden, ist die Situation heute komplizierter: Und obwohl das Unternehmen auf fast allen Job-Messen anwesend war, war der Erfolg nur mäßig, da die geknüpften Kontakte nicht an das Unternehmen gebunden werden konnten. Um dem entgegenzuwirken, wurde mit Unterstützung von IntraWorlds die KPMG-Community gestartet. Dabei gründet der Erfolg des CRM‘s auf fünf elementaren Grundsteinen:
1. Content beziehungsweise Target News in der online Community,
2. Bindung, also der Aufbau einer Beziehung, sowohl online als auch offline
3. One-Click-Application zur einfachen Job-Bewerbung
4. Student Talent Management,
5. (Active) Sourcing.
Dabei ist die Plattform für jeden Interessenten frei zugänglich und wird aktiv über Messen, Verlosungen und Zeitschriften beworben. Als nächsten Schritt wird versucht die Online-Kontakte über reale Aktionen wie Geo-Caching oder Isar-Rafting weiter zu engagieren.
Neben der Community für Neueinsteiger existiert auch eine Professionals Lounge, die sich an Berufserfahrene richtet, welche einem Job-Wechsel nicht abgeneigt sind (passive Kandidaten). Sobald eine Stelle offen ist, werden die Kandidaten in diesem Talent Pool aktiv angesprochen. Durch die Möglichkeit des Datenimports von Xing wird den Kandidaten das komplette Neuanlegen eines Profils erspart.

Linda Linzenbold

Linda Linzenbold (Manager Personnel Marketing BOSCH USA) und Vera Winter (Manager Personnel Marketing BOSCH Deutschland)

Linda Linzenbold und Vera Winter stellten das Candidate Relationship Management Programm bei BOSCH vor und diskutierten dabei Gemeinsamkeiten und Unterschiede der eingesetzten Systeme. Insgesamt ist die Community in Deutschland nur für BOSCH-Studenten oder Praktikanten, die auf diesem Weg näher an das Unternehmen gebunden werden, zugänglich. Diese haben über das Portal eine Kontaktmöglichkeit zu ihrem persönlichen Mentor oder können verschiedene Karrieremöglichkeiten wie z.B. Auslandspraktika beantragen. Linda Linzenbold präsentierte im Anschluss das CRM von Bosch USA, welches aktuell noch in der Entwicklung ist. Diesen soll im Gegensatz zum deutschen Modell offener gestaltet werden soll, sodass z.B. auch Highschool-Schülern eine Anmeldung ermöglicht werden soll. Außerdem erwähnte Linda Linzenbold, dass die Mentalität in den USA eine andere ist: So müsse u.a. der Anmeldevorgang weniger zeitaufwändig gestaltet werden. Außerdem müsse die Marke stärker kommuniziert werden, da diese in den USA noch weitaus weniger bekannt sein als in Deutschland.

Gero Hesse

Gero Hesse (Managing Director bei Embrace)

Gero Hesse beantwortete in seiner Präsentation die Frage wie die Generation Z tickt und auf welche Art und Weise Unternehmen diese ansprechen sollten. Bei der Generation Z handelt es sich um die Generation des Jahrgangs 1995 bis 2012, also genau um diejenigen die ihre berufliche Laufbahn noch vor sich haben beziehungsweise gerade beginnen. In Abgrenzung an die Gen Y ist die Gen Z mit dem Smartphone aufgewachsen und nutzt demnach auch andere Kommunikationswege. Während Facebook eine abnehmende Beliebtheit erfährt, erleben Social-Apps wie Instagram oder Snapchat ihre Booms. Da 92% aller Schüler ein internetfähiges Handy besitzen, und schon 43% ihr Handy benutzen um Jobs zu finden, ist das mobile Angebot von hoher Bedeutung bei der Personalsuche. Als Lösung wurde das Talent Relationship Konzept „blicksta“ für Schüler vorgestellt: In 4 Schritten wird dabei ein Kandidat zu seinem Job geführt. Der Kandidat hat dabei die Möglichkeit seine Interessen besser kennen zu lernen, Berufe und Studiengänge zu entdecken und sich mit Unternehmen und Hochschulen zu vernetzen.