„Make your Move“ – adidas motiviert zum Schritt nach Deutschland

„Make your Move“ ist die zentrale Aussage, die bei der neuen HR-Kampagne der adidas Group ins Auge sticht. Damit zeigt adidas, dass ohne Bewegung auch im Employer Branding nichts geht. Mit einer innovativen Website werden Leute motiviert nach Deutschland zu kommen und gleichzeitig für einen Einstieg bei adidas begeistert.  In meinem Beitrag möchte ich aufzeigen was die Kampagne so besonders macht und warum sie bei der Zielgruppe so gut ankommt.

 

Das Konzept dahinter:

Die Philosophie der adidas Gruppe ist es, Vorreiter in puncto Mobilität und Recruiting zu sein und neue Ideen auszuprobieren. Was die Kampagne einzigartig macht, ist die zentrale Platzierung des Unternehmensstandortes und der Mitarbeiter. Hierbei handelt es sich nicht um München, Frankfurt oder Hamburg, sondern um die Kleinstadt Herzogenaurach. Wer „Herzo“ bisher nicht kannte, weiß spätestens nach einem Blick auf die Website, was es für Vorzüge gibt hier zu leben und zu arbeiten. Der Fokus auf den Standort ist gewagt, lässt aber das Bild verfliegen, dass unbekannte Kleinstädte langweilig sind.

Potenzielle Stellenbewerber bekommen auf der Website zudem keine einheitliche Botschaft aus dem Personalmarketing, vielmehr reale Erfahrungsberichte von adidas Mitarbeitern. Das macht die Kampagne nicht nur abwechslungsreich, sondern vor allem authentisch.

 

Die Umsetzung der Kampagne:

Einzigartig ist aber vor allem die Umsetzung mit einer eigenständigen Microsite. Die Seite erschlägt nicht mit langen Texten – sie überzeugt mit kurzen, prägnanten Aussagen. Zudem spielen Videos eine zentrale Rolle. Die Seite ist aufgegliedert in die vier Bereiche Working, Germany, Living und Family – jeweils mit einem Intro-Video. Mitarbeiter unterschiedlicher Nationalitäten wurden auf dem Unternehmenscampus und in der Stadt „Herzo“ interviewt und erzählen ihre ganz persönliche Geschichte. Ihre Geschichte wie sie selbst nach Deutschland gekommen und mit dem großen Schritt umgegangen sind. Es geht um deutsche Kultur und Bildung, bis hin zu Work-Life-Balance und Arbeitsalltag bei der adidas Group. Eine bessere Möglichkeit Interessierten einen Einblick in das Leben und Arbeiten in Deutschland zu geben, gibt es aus meiner Sicht nicht.

„Mitarbeiter aller Nationalitäten, Singles und Pärchen aus allen Teilen der Welt erzählen von ihren Erfahrungen und das gibt interessierten Webseitenbesuchern Zuversicht und Selbstvertrauen, diesen Schritt auch selbst zu wagen.“ – David Enser, Senior HR Manager International Mobility (Aus einem Interview mit saatkorn.com)

Ich selber setze auch Videos mit unseren Kunden um, die in einem Talent Netzwerk einer eingeschränkten Zielgruppe vorgeführt werden. Videos haben den großen Vorteil, dass sie neben Inhalten Persönlichkeit transportieren. Das ist der Grund, warum Videos auch im Personalmarketing so erfolgreich sind (Abgesehen von peinlichen Rap-Videos…). Sie machen ein Unternehmen greifbarer und freundlich.

Nach den Intro-Videos bekommen Interessierte weitere Infos, die durch große Bilder und kurze Texte geprägt sind. Dabei ist die Website komplexer, als sie im ersten Moment scheint. Hinter den vier genannten Bereichen verbergen sich bis zu fünf Unterbereiche, die nochmals unterteilt sind. Bei der ungewöhnlichen Struktur kann man anfangs leicht den Überblick verlieren.

Resonanz zur Kampagne:

Positives Feedback kam zum einen von Interessierten, denen Website gezeigt hat, dass ein Standortwechsel wirklich möglich ist. Zum anderen fühlen sich aber auch bestehende Mitarbeiter angesprochen, die mit einem Lächeln auf den eigenen Sprung nach Deutschland zurückblicken. Über Empfehlungen auf Facebook, Twitter und Co. konnte sich die Seite somit schnell verbreiten.

Nach dem durchstöbern der Website hat sich ein klares Bild in meinem Kopf festgesetzt: „Herzo ist eine schöne Kleinstadt und adidas ein internationaler, cooler Arbeitgeber“

Ich würde sagen das Ziel der adidas Group wurde erreicht! Daumen hoch für die gelungene Employer Branding Kampagne!

Dieser Beitrag wurde verfasst von Tim Wösthoff