TMI, von wegen too much information! Ein Must-read über Talent Management International

Der Begriff Talent Management als Erfolgsfaktor für ein Unternehmen ist bekannt. Immer wichtiger wird nun zusätzlich der Begriff Talent Management International (kurz TMI). Gerade global tätige Konzerne sollten zur Sicherung von High Potentials ihre Recruitingstrategie auch global ausrichten, um im War for Talents bestehen zu können.

Warum „go global“ auch bei der Talentsuche von Vorteil ist und was Sie dabei beachten sollten, möchte ich im folgenden aufzeigen.

Was ist TMI?Internationales Talent Management

Von internationalem Talent Management wird gesprochen, wenn sämtliche Aktivitäten weltweit ausgerichtet sind, sich an globalen strategischen Zielen orientieren und lokale Besonderheiten berücksichtigen. Dabei muss im Sinne des Diversity Managements unbedingt eine Balance zwischen globaler Standardisierung und lokaler Anpassung hergestellt werden.

Warum sollten Unternehmen ihr Talent Management international ausrichten?

Internationales Talent Management bietet sowohl dem Unternehmen, als auch den Talenten einige Vorteile:

  • Abteilungen und Teams können international besetzt werden. Was hat das für einen Vorteil? Stellen Sie sich dazu eine einfache Frage: Wie soll eine homogene Belegschaft das optimale Produkt für eine vielfältige Gesellschaft entwickeln? Heterogene Gruppen betrachten eine Sache aus verschiedenen Blickwinkeln, denken in unterschiedliche Richtungen und entwickeln so innovativere und erfolgreichere Ideen.
  • Für Talente mag es ein Anreiz sein durch eine Karrierechance im Ausland internationale Erfahrungen zu sammeln und sich persönlich sowie kulturell weiterzubilden. Dadurch wird gleichzeitig auch das Image und die Attraktivität des Unternehmens gestärkt.
  • Vakante Stellen werden schneller besetzt bzw. entstehen erst gar nicht. Die größere und vielfältigere Auswahl an Kandidaten ermöglicht es mit höherer Wahrscheinlichkeit sein passendes Talent zu finden.
  • Durch internationale Teams wird Toleranz und globale Verständigung innerhalb des Unternehmens gefördert.

Mit welchen Ländern funktioniert die Zusammenarbeit am besten?

Nach Angaben der TWIST Consulting Group verläuft die Zusammenarbeit mit Talenten aus den USA, gefolgt von UK, am reibungslosesten.
Durch die Geschäftssprache Englisch gibt es in der Kommunikation keine Schwierigkeiten.
Die langjährige Zusammenarbeit zwischen den Ländern und die Nähe der angelsächsischen zur deutschen Kultur, vereinfachen das Miteinander.

Ist ein internationaler Talent Pool überhaupt administrativ möglich?

Natürlich ist der administrative Aufwand eines internationalen Talent Pools wesentlich höher als bei einem nationalen.Besonders die richtige Selektion gewinnt an Bedeutung, um keinen überdimensionalen „Talente-Topf“ koordinieren zu müssen.
Die Qualität der Talent Pool-Mitglieder, sowie Kosten- und Zeitaufwand müssen laufend analysiert werden, um nur einige Kennzahlen zur Messung des Erfolgs zu nennen.
Auch Assessment-Center und Auswahlverfahren gestalten sich auf internationaler Ebene komplexer.
Darum sind einheitliche Software-Lösungen in dem gesamten Recruiting Prozess unbedingt notwendig. Nur so können Talente global verwaltet werden. Der kurzfristig entstehende Mehr-Aufwand durch die Umstellung wird sich langfristig, sowohl durch bessere Chancen im Wettbewerb, als auch geringere Verwaltungskosten rentieren.