Talent Mobility auf den Punkt gebracht

“‘Do we have the right employee in the right place at the right time at the right cost?’ It sounds basic, but we find that it is often not the reality.” Steven Jacobs, Executive Director in HR, Performance Improvement, EY Diese Frage stellen sich alle HR Fachkräfte und Personaler. Talente richtig einzusetzen, bezieht sich heutzutage auch nicht mehr nur auf die lokale oder nationale Ebene, sondern erfordert eine globale Ausrichtung, um zu den „Global Playern“ aufsteigen zu können. „Talent Mobility“ nennt sich der Fachbegriff hierfür und bezeichnet weitfassend die Bewegung von Talenten innerhalb oder zwischen Unternehmen, Industrien oder Ländern. In diesem Blogbeitrag werde ich einen kurzen Überblick über die wichtigsten Fakten von Talent Mobility geben.

Die Entwicklung bis heute

Timeline Talent Mobility Talent Mobility hat über die Jahre stark zu genommen. Den Anfang machten 1970 multinationale Unternehmen aus den USA und Europa, indem sie Talente aus den Headquartern für max. 2 bis 5 Jahre bei attraktiver Vergütung in fremde Länder schickten. Die Nachfrage nach Mobilität stieg weiter und die Zahl der mobilen Arbeiter erhöhte sich um 25% im letzten Jahrzehnt. Bis heute ist eine deutliche Bewegung von West nach Ost zu erkennen, die sich in Zukunft allerdings auf alle Richtungen ausbreiten wird. Der Trend des grenzenlosen Arbeitens auf internationaler Ebene ist deutlich zu spüren. Demnach kann es gut sein, dass eine chinesische Firma ein europäisches Team engagiert, um eine Investition in Afrika zu managen.

Gut zu wissen!

Bei Talent Mobility geht es nicht nur um Fähigkeiten und Erfahrungen, sondern auch um die grundlegende Einstellung und Persönlichkeitsmerkmale. Sich auf ein völlig anderes Umfeld einzustellen, ist nicht für jedermann etwas. Häufig ist es auch eine Entscheidung, die man nicht alleine trifft, sondern die abhängig vom Partner, den Kindern und den Lebensumständen ist. Im Durchschnitt sind Männer eher bereit dazu in das Ausland zu gehen als Frauen. Grundsätzlich offen für fremde Kulturen und neue Erfahrungen sind insbesondere Anhänger der Generation Y. 71% der Millenials erwarten sogar einen Auslandsaufenthalt während ihrer Karriere. Beliebte Zielländer dafür sind insbesondere US und UK, aber auch Deutschland ist mit Platz 5 weit vorne. Where outside your home country would you most want to work? Laut einer Studie von Universum sind die Top 5 Motivatoren für internationale Mobilität:

  1. Höheres Gehalt
  2. Bezahlte Heimreisen
  3. Umzugsservice
  4. Bezahlte Wohnung
  5. Unterstützung des Partners bei der Jobsuche

Aber auch andere Faktoren sollten nicht außer Acht gelassen werden. Es können nicht nur die interkulturellen Kompetenzen und Fremdsprachenkenntnisse verbessert werden, sondern auch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Ein Auslandsaufenthalt bildet einen positiven Aspekt im Lebenslauf und ist heutzutage in vielen Branchen notwendiger Bestandteil der beruflichen Laufbahn.

Planung ist alles!

Damit ein nationales Unternehmen zu einem Global Player aufsteigen kann, braucht es einen Pool an Talenten mit internationaler Erfahrung. Dazu muss genau geplant werden, welcher der aktuelle Bedarf an Talenten ist und wie viele Talente zukünftig gebraucht werden. Die größte Schwierigkeit liegt meist nicht bei dem Entsenden von Talenten, sondern in der Rückkehr. Oft erhalten die Rückkehrer nicht mehr dieselbe Arbeitsstelle wie zuvor oder eine vergleichbar adäquate Stelle. Nur 35% können nach einem Jahr zu ihrem alten Arbeitsplatz zurückkehren. Unternehmen sollten deshalb für eine gute Planung und Management ihrer Talente unbedingt ein flexibles Talent Management Programm einführen. „One size fits them all“ trifft hier nicht zu, denn jeder Mitarbeiter hat andere Bedürfnisse. Nur so kann ein reibungsloser Ablauf und eine sinnvolle Talent Mobility gewährleistet sein.