Warum Talent Relationship Management mit kleinen Zielgruppen großes Potenzial verschenkt

Häufig höre ich, dass auch große Unternehmen im Talent Relationship Management (TRM) kleine Talent Pools mit teilweise nur 50 oder 100 Kandidaten betreiben. Sie versuchen einen möglichst exklusiven und qualitativ hochwertigen Kreis an Talenten zu binden. Mit diesem Ansatz wird großes Potenzial verschenkt. Warum das so ist? Um diese Frage zu beantworten möchte ich etwas ausholen.

Zwei mögliche Fehler im Talent Relationship Management

Es gibt zwei mögliche Fehler, die man bei der Aufnahme von potenziellen Kandidaten in Talent Pools machen kann.

  • Fehler A: Einen nicht geeigneten Kandidaten in den Talent Pool aufnehmen.
  • Fehler B: Einen geeigneten Kandidaten nicht in den Talent Pool aufnehmen.

Gutes Talent Relationship Management minimiert die Kosten beider Fehler. Doch was bedeutet das konkret?

  • Fehler A verursacht Kosten im Betrieb des Talent Pools. Wenn Kandidaten, die schlussendlich nicht eingestellt werden, gebunden werden, so sind die Mühen vergeblich gewesen und die Kosten hätten vermieden werden sollen.
  • Fehler B verursacht Kosten, weil neue Kandidaten identifiziert werden müssen, die anstelle des bereits bestehenden Kontakts eingestellt werden. Die Kosten entsprechen dem Marketinganteil der durchschnittlichen „Cost per Hire“ eines Unternehmens.

Für einen wirtschaftlich denkenden Entscheider bedeutet das: Wenn die Kosten für die Bindung von Kandidaten höher sind, als die Kosten der Akquise neuer Kandidaten, sollte ein sehr exklusiver Talent Pool aufgebaut werden. Andernfalls sollte bei der Aufnahme in den Talent Pool eher großzügig umgegangen werden.

Talent Relationship Management mit IntraWorlds

Kunden, die mit uns TRM betreiben, senken deutlich die Kosten für den Fehler A, da es möglich ist auf effiziente Art und Weise mit einer großen Zahl von Talenten in Kontakt zu bleiben. Es können deutlich mehr Talente an das Unternehmen gebunden werden. Damit erreicht das Ergebnis der TRM-Maßnahmen eine ganz andere Dimension.

Außerdem: Wer kann schon genau beurteilen, ob ein Kontakt für den eigenen Talent Pool wirklich „nicht geeignet“ ist? Vielleicht eignet sich der Kandidat für eine andere freie Stelle, als ursprünglich angedacht oder er erwirbt in näherer Zukunft zusätzliche, bedeutende Qualifikationen?

„Masse“ und „Klasse“ im Talent Pool schließen sich nicht aus

Talent Relationship Management bedeutet, dass die Kontakte zu potenziellen Kandidaten eines Unternehmens in allen online- und offline-Kanälen systematisch erfasst werden.  Dabei schließt „Masse“ in diesem Fall „Klasse“ nicht aus. Denn IntraWorlds bietet die Möglichkeit, die Masse der Kontakte innerhalb des Talent Pools zu segmentieren und für kleine, erlesene Kreise spezielle Maßnahmen anzubieten.

Wer sich allerdings von vornherein nur auf die absoluten Top-Talente fokussiert, der vergibt großes Potenzial.

Fortsetzung folgt: In meinem Post der kommenden Woche werde ich beleuchten, wie Unternehmen Talent Pools aufbauen, die größer werden als die Mitarbeiterzahl und wie Talent Relationship Management zum wichtigsten Recruiting Kanal des Unternehmens werden.

Dieser Beitrag wurde verfasst von Stephan Herrlich